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Aktuelles | Uncut-Patch


 

Die Entwickler von Spielen, die später für den PC, Konsolen oder andere Medien erscheinen sollen, sitzen nicht selten einige Jahre daran, ein neues Game auf den Markt zu bringen. Neben der Story wird an den technischen Feinheiten gebastelt, die so innovativ wie möglich sein sollen. Schließlich darf das Spiel nicht schon ab dem Erscheinungsdatum veraltet wirken. Entsprechend durchdacht muss die Entwicklung sein und umso länger warten die Kunden meist sehnsüchtig auf neue Releases. Doch was dann letztlich bei ihnen ankommt, ist manchmal enttäuschend. Nur noch die halbe Portion dessen, was erwartet wurde, kann jetzt gespielt werden. Einige Features fehlen sogar komplett.

Doch weder ist etwas unterwegs verloren gegangen, noch haben uns die Entwickler zu viel versprochen. Des Rätsels Lösung ist viel einfacher: Die Zensurbehörde hat zugeschlagen. Je strenger die Gesetze in den Ländern sind, umso eher ist zu befürchten, dass gewaltverherrlichende oder andere gesetzeswidrige Darstellungsformen in den Spielen geändert werden müssen. Werden sie nicht korrigiert, bekommt das Game keine Freigabe für den offiziellen Verkauf - eine Gefahr, die natürlich jeder Publisher vermeiden möchte. Steckt er doch nicht selten einige Hunderttausend Euro in die Entwicklung des Spieles. Summen, die sich alleine durch die Veräußerung refinanzieren können. Ein Verkaufsverbot wäre somit fatal.

Um das zu umgehen, werden alle angemahnten Stellen entschärft oder komplett gestrichen. Im schlimmsten Falle verliert das Spiel somit seine Seele. Gewalttätige Darstellungen, wie sie etwa in Ego-Shootern, Kriegsspielen und ähnlichen Games erwartet werden, erfreuen sich durchaus großer Beliebtheit. Die Zensurbehörde kann darauf jedoch keine Rücksicht nehmen und lässt die kritischen Stellen so gut wie möglich entfernen. Das Spiel erscheint wenig später regulär zum Verkauf und ist schlimmstenfalls mit einer Altersfreigabe versehen. Es kann jedoch problemlos installiert und gespielt werden. Wären da nicht die zensierten Stellen, die das Ganze etwas öde gestalten und einen wirklich großen Teil des Spielspaßes zerstören können.

Doch machen die Zensurbehörden die Rechnung zumeist ohne den Wirt. Denn die Entwickler der Spiele bringen nicht selten so genannte Patches auf den Markt, mit denen das Spiel wieder ganz normal und ohne jegliche Einschränkung gespielt werden kann. Diese Uncut Patches (teilweise als Blood Patch oder auch Bloodpatch bezeichnet) schalten die zuvor zensierten Stellen in dem Game wieder frei. Gewaltverherrlichende Szenen, Blut, Leichen, Schuss- und Schlagverletzungen, verbotene Symbole oder die Darstellung von Leid kann dadurch wieder sichtbar gemacht werden. So ermöglichte etwa der "Call of Duty Uncut Patch" eine detailgetreuere Darstellung der Kampfszenen des Zweiten Weltkrieges, die nun Leid und Leichen der in den Kämpfen Gestorbenen zeigte.

Bei einem solchen Blood bzw. Uncut Patch handelt es sich teilweise um eine komplette Setupdatei. Diese installiert das Game partiell oder vollständig neu. In anderen und weitaus häufiger vorkommenden Fällen wird lediglich ein simples Archiv benutzt, das im Spieleordner zu entpacken ist. Dieses ersetzt einige der vorhandenen Dateien, sowie im Regelfall die eigentliche Anwendung, über die das Spiel geöffnet werden kann. Für erfahrene Patcher ist dieser Vorgang keine Herausforderung und lässt sich binnen Sekunden bewältigen. Für nicht so erfahrene Gamer liegt einem solchen Archiv jedoch oft eine Textdatei mit den entsprechenden Anweisungen bei, die Schritt für Schritt die nötigen Vorgänge erklärt.

Da der Uncut Patch all jene Szene beinhaltet, die von der Zensurbehörde zuvor entfernt wurden, ist der Patch an sich ebenfalls nicht im freien Verkauf erhältlich. Er verstößt gegen diverse Gesetze und kann daher keine Freigabe erhalten. Um einen solchen Patch dennoch vertreiben und den Game-Fans den größtmöglichen Spielspaß bereiten zu können, gehen die Entwickler meist einige Umwege. In der Regel wird der Patch an einige wenige Fans oder Mitarbeiter verteilt, die ihn im Internet zugänglich machen. So geschehen im Falle des "Grand Theft Auto Uncut Patch", von dem plötzlich mehrere unterschiedliche Versionen auffindbar waren.

Doch nicht jeder Publisher macht dieses Versteckspiel, bei dem der Patch anonym weitergegeben wird, gerne mit. Einige von ihnen stellen den Patch nebst weiteren Modifikationen, die einem Spiel neue Möglichkeiten geben, ganz frei auf der eigenen Webseite zur Verfügung. Allein mit der Eingabe und Bestätigung des Geburtsdatums kann sich der Gamer die Datei direkt an der Quelle herunterladen. Dabei muss er nicht fürchten, eine der anonymen Versionen aus dem Netz zu ziehen, die eventuell mit Viren oder Trojanern verseucht ist. Wer also die Möglichkeit hat, einen Patch direkt beim Entwickler bekommen zu können, ist damit natürlich auf der stets sicheren Seite.

Wem selbst das zu heikel ist, der kann sich im benachbarten Ausland nach frei zugänglichen Versionen eines Spieles umschauen. Nicht selten darf dort problemlos gekauft werden, was in Deutschland zensiert ist. So kommt das in Österreich gekaufte Spiel „Borderlands“ gänzlich ohne den „Borderlands Uncut Patch“ aus. Denn das Spiel ist dort weder verboten noch zensiert. Anders als in Deutschland, wo mit einer unzensierten Version geworben wird, diese bei genauem Hinsehen in einigen Szenen jedoch geschnitten wurde. So fielen insbesondere Nahaufnahmen bei Kopfschüssen oder herumfliegende Körperteile der Zensur zum Opfer. Diese können hierzulande nur mit dem entsprechenden Patch zugänglich gemacht werden.

Wie das eigentliche Spiel, so verändern sich auch Patches im Laufe der Zeit. Die Entwickler nehmen Veränderungen an ihnen vor oder allzu eifrige Fans lassen damit noch mehr Blut spritzen und modifizieren sie entsprechend. Nicht selten gibt es daher mehrere Versionen des Patches, die über Monate oder sogar Jahre hinweg optimiert wurden. So ist etwa der „Bulletstorm Uncut Patch“ in unterschiedlichen Ausführungen und für diverse Konsolen verfügbar. Kommen Nachfolger eines Spieles auf den Markt, entsteht auch dabei stets ein neuer Patch. Im Falle des „Left 4 Dead Uncut Patch“ sollte daher genau geschaut werden, für welche Version des Spiels er geeignet ist.

Wem also das neu erworbene Spiel etwas fade vorkommt, der kann durchaus nach Patches Ausschau halten. Jedoch nicht im Laden sondern den entsprechenden Webseiten des Publishers. Im Zweifelsfall können auch die Fanforen weiterhelfen. Den Patch einfach runterladen und im Spieleordner entpacken. Die modifizierte Anwendung ersetzt dabei das Original und kann sofort ausgeführt werden. Damit lassen sich die in Deutschland herrschenden sehr strikten Zensurgesetze zumindest am heimischen PC umgehen. Jedoch sollte der Patch nicht weitergegeben oder anderweitig in Umlauf gebracht werden. Also lieber selber benutzen und die Vorteile des ganzen Spieles ohne Zensur in vollen Zügen genießen.

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